RÜCKBLICK 2017:   




SIMON VAN HAL

 

Die neue Containergalerie Gmünd präsentierte ab Anfang Juli mit Simon van Hal einen jungen, in Wien lebenden Fotografen mit seinem neuen Fotoprojekt „Etappen einer Flucht“: Acht Monate lang hat sich Simon van Hal mitten unter die vor Krieg und Elend flüchtenden Menschen auf der Balkanroute begeben, begleitet und unterstützt von der österreichischen ORF-Journalistin und Dolmetscherin Nermin Ismail. Wie schon bei seinem vorherigen Fotoprojekt „Häuslbauer“, bei dem er obdachlose Menschen aufgesucht und interviewt hat, begegnet er auch hier wohnungslosen Menschen, diesmal auf der Flucht und auf der dringenden Suche nach Frieden und neuer Geborgenheit. Dabei war es ihm wieder wichtig, keine Schockbilder zu produzieren, sondern die ganz persönliche Seite dieser Menschen abzubilden, die mit zum Teil bewundernswerter Lebenskraft nach einer neuen, besseren Zukunft für sich und ihre Kinder suchen. Es sind Namenlose, auf der hoffnungsvollen Suche nach einem friedvollen Leben. Wir sprechen viel über sie, sie selbst kommen selten zu Wort. Zum Projekt ist ein Buch mit gleichnamigem Titel „Etappen einer Flucht“ erschienen, das auf der Frankfurter Buchmesse 2016 präsentiert worden ist.


Bei der Ausstellungseröffnung erzählte der Fotograf einfühlend von seinen Erlebnissen, schilderte die traurigen, aber oft auch hoffnungsvollen Geschichten hinter den Bildern. Es war nicht von der Hand zu weisen, dass Simon van Hal mit seinem ruhigen Wesen leichten Zugang zu den Menschen finden konnte, die meist froh waren, wenn sich jemand für sie und ihre Vergangenheit interessierte. Bis heute ist van Hal mit einigen noch in Kontakt, nannte uns ihre Namen und ihre aktuellen Aufenthaltsorte und Schicksale.

 

 


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