NACH DEM KUNSTSOMMER IST VOR DEM KUNSTSOMMER

MMAG. Julia Schuster
Vorsitzende des Stiftungsvorstands
Was für ein Kunstsommer! Und während es in Gmünd langsam ein bisschen ruhiger wird, nehmen bei uns längst die nächsten Ideen und Pläne Gestalt an. Und manches davon wird sogar schon gebaut.
Mit GIRL. WOMAN. OTHER. Ikonische Frauenporträts von Matisse bis Alex Katz haben wir 2026 im Kunsthaus Gmünd ein Thema ins Zentrum gerückt, das uns besonders wichtig war: Frauen in der Kunst sichtbar zu machen – als Dargestellte und als Künstlerinnen. Frauenbilder, weibliche Lebensrealitäten und die Frage, wer Frauen eigentlich wie dargestellt hat. Ganz bewusst haben wir Frauenbilder, weibliche Rollen und Identitäten sowie die Frage, wer Frauen wie dargestellt hat, ins Zentrum der Kunsthaus-Ausstellung gerückt. 21 Künstler:innen aus vielen Generationen – von Matisse, Picasso, Lassnig und Warhol bis zu starken zeitgenössischen Stimmen – eröffneten einen vielstimmigen Blick auf Frauen in der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Und noch etwas machte GIRL. WOMAN. OTHER. besonders: Zum ersten Mal in der langen Geschichte der großen Grafikausstellungen in der Künstlerstadt Gmünd haben wir uns für eine Gruppenausstellung entschieden. Ein mutiger Schritt, in dem uns die vielen begeisterten Rückmeldungen bestärkt haben. Gemeinsam mit unserem Publikum haben wir geschaut, diskutiert, gestaunt. Führungen, Schulprogramme, Film-, Literatur- und Vortragsmatineen sowie viele persönliche Gespräche haben GIRL. WOMAN. OTHER. über den Sommer weit über die Ausstellungsräume hinaus lebendig gemacht. Und die Künstlerstadt Gmünd war natürlich noch viel mehr als GIRL. WOMAN. OTHER.! Internationale Artists in Residence haben hier gelebt und gearbeitet, Ateliers und Galerien ihre Türen geöffnet, in der Sommerakademie wurde gezeichnet, gemalt und experimentiert – und beim Kunsthandwerksmarkt wurde die ganze Altstadt zur Bühne für Kunst und Handwerk. Danke für diesen wunderbaren Kunstsommer!
Ganz ruhig wird es bei uns auch im Herbst nicht. Im Kulturkino Gmünd geht es bis Weihnachten weiter – mit ausgewählt guten Filmen für lange Herbst- und Winterabende. Und hinter den Kulissen? Wird geplant, recherchiert, organisiert – und gebaut. Die große Kunsthaus-Ausstellung 2027 nimmt längst Gestalt an. Und gleichzeitig haben die Umbauarbeiten für die Erweiterung des Kunsthaus Gmünd begonnen. Es ist viel in Bewegung – und das fühlt sich richtig gut an. Ab 2028 wird hier mehr Raum für Kunst sein. Mehr Raum für Vermittlung. Mehr Raum für neue Ideen. Wir können es selbst kaum erwarten, all das mit Ihnen zu teilen.
Bis dahin? Bleiben wir in Bewegung. Es gibt noch einiges zu tun – und viel zu erleben!
Ihre
Julia Schuster
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